Die Religion im Schmuckdesign - im Dialog mit Ursula Heinecke

von  André Chahil  |  Photos by ©  A. Chahil / S. Grimsley / W. Heinecke

Die Hamburger Schmuckdesignerin und Juwelierin URSULA HEINECKE kreierte eine "Bekenntnis-Kollektion". Eine Schmuckserie, in der sie auf christliche Symbolkraft zurückgreift. Ich führte mit Frau Heinecke ein Gespräch, weit über die Grenzen einer Kollektion hinaus. Ein Dialog, zum tieferen Verständnis ihres Bekenntnis mit Einblicken in die Kunst- und Kulturgeschichte!

Ursula Heinecke und André Chahil im Gespräch.
Ursula Heinecke und André Chahil im Gespräch.

Religiöse Symbole im Schmuck zu manifestieren ist in zahlreichen Kulturen bereits seit tausenden Jahren ein Brauch. In den mono- als auch in den polytheistischen Weltreligionen existieren Hinweise in tragbarem Körperschmuck, die auf Zuerteilung und Funktionalität zur Ausübung einer Religionskultur verweisen. Die Hamburger Schmuckdesignerin und Juwelierin URSULA HEINECKE kreierte eine BEKENNTNIS-KOLLEKTION. Eine Schmuckserie, in der sie auf christliche Symbolkraft zurückgreift. Ich führte mit Frau Heinecke ein Gespräch, weit über die Grenzen einer Kollektion hinaus. Ein Dialog, zum tieferen Verständnis ihrer Bekenntnis mit Einblicken in die Kunst- und Kulturgeschichte.


Sehr geehrte Frau Heinecke … religiöse Symbolkraft in Schmuck zu manifestieren, woher stammt bei Ihnen der Impuls, die ursprüngliche Idee?

Schon bereits seit meiner frühesten Kindheit bin ich mit der Religionsausübung verwurzelt, dies nicht im Sinne einer religiösen Erziehung, sondern aus einer inneren Sehnsucht heraus. Ursprünglich war es auch meine Absicht Theologie zu studieren. Die zehnjährige Arbeit in einer Kirchengruppe mit christlicher Meditation ebnete mir den Weg mich intensiv mit christlichen Symbolen auseinanderzusetzen. Dies nicht nur in spiritueller, sondern auch in intellektueller Natur. Hilfreich dabei war unter Anderem der intensive Austausch mit einem mir sehr vertrauten Pastor. Dahinter erkannte ich eine immense Kraft. Eine Kraft die hinter und besonders in diesen Symbolen verborgen ist. Symbole können meines Erachtens Wegbegleiter in eine nicht sichtbare, aber fühlbar andere Wirklichkeit sein. Nach dem Einstieg in den familiären Juwelierbetrieb meines Mannes – und durch die intensive Auseinandersetzung mit den edlen Materialien, die in dieser Branche vorherrschen, suchte ich nach neuen Herausforderungen. Einer Aufgabe, mit der ich mich zu einhundert Prozent identifizieren konnte. Ich betrachte diesen positiven Umstand auch als eine Art Fügung. Wäre ich nicht in diesem Betrieb und mit der Schönheit einiger dieser Materialien in Berührung gekommen, so hätte ich die Verknüpfung von Symbolik und Schmuckdesign nicht für mich selbst entdeckt. Heute bin ich für diese Fügung dankbar, die im Übrigen auch mit einem Traum zusammenhängt. Eines Nachts wachte ich auf, hatte diesen Traum der Formen, ein Ur-Design. So nahm ich Stift und Papier und das Ergebnis sehen sie nun hier in ganzer Pracht vor sich liegen.

Die geniale Kraft und Macht des Unterbewusstseins, deren Ergebnisse zahlreich geistreicher Persönlichkeiten und Erfinder aus der Geschichte wir heute vieles zu verdanken haben.

Ganz genau …  von dieser Kraft und Eingebung spreche ich.

„Hört auf mich ihr frommen Töchter und Söhne und ihr werdet gedeihen wie die Rose,

die am Wasserlauf wächst, wie wunderbare Rosensträucher in Jericho.“  (Sirachbuch, EU (39, 17-18))

JERICHO RING

18K Gold, Feueremaille, 3 Variationen, Bekenntnis-Kollektion, Juwelier Heinecke, Hamburg


Ich stelle es mir sehr mutig vor, wenn man gegenwärtig im Zuge säkularisierter, multikultureller Religionswahrnehmung und auch durch die scharfe Kritik, welche an das Christentum adressiert ist, ein klares Statement im Sinne einer Bekenntnis-Kollektion entwirft. Wie hat die Branche oder der Einzelne zunächst darauf reagiert? 

Zunächst einmal wurden die Entwürfe aus meiner Kollektion als schöner, tragbarer Schmuck wahrgenommen. Ein Schmuck, der einmal anders ist. Ablehnung und Kritik habe ich soweit nicht erfahren. Wenn es Reaktionen aus dieser Richtung gab, dann vereinzelnd in einer Haltung der Gleichgültigkeit. Das ist menschlich! Ich schreibe niemandem vor meine Kollektion kaufen oder tragen zu müssen. Ich beabsichtige auch keine Verkaufsargumente aus religiöser Richtung. Dieses lehne ich vehement und kategorisch ab! Die vielen freudigen Reaktionen der Kunden, die auch ein tieferes Verständnis und Wissen zu diesen Symbolen aus dem Christentum mitbringen, erfreuen mich natürlich immens. Manche sprechen davon, den Wunsch verspürt zu haben, christliche Symbolkraft in Form eines Schmuckstückes tragen zu wollen und sich dies durch meinen Anstoß nun auch endlich trauen. Ich erkenne bei manchen diese Sehnsucht. Die Sehnsucht sich nach vielen Jahren wieder mit der heiligen Schrift auseinanderzusetzen und über ein Bekenntnis nachzudenken. Die Verwunderung, derartiges in einem traditionsreichen Hamburger Juwelier Geschäft vorzufinden, war anfangs groß. Daraus resultierten intensive, persönliche Gespräche. Eine Kundin verabschiedete sich einmal mit den Worten: „Frau Heinecke, einen derartigen Dialog hätte ich mir gerne mit meiner Pastorin gewünscht!“ Das hat mich natürlich sehr erfreut und ist für mich ein schönes Zeugnis meiner intensiven Arbeit.

Können Sie aus ihrer langjährigen Erfahrung bewusst Vorreiter aus der Kulturgeschichte oder aus der Welt des Schmucks benennen? Gibt es Felder der Inspiration, aus denen Ihre Entwürfe entsprungen sind?

Nein … im Wesentlichen ist ein Ring ein Ring, der muss nicht neu erfunden werden! Ich orientiere mich auch nicht an Entwürfen anderer Designer. Ich schaue mir beispielsweise Kirchen an, betrachte deren Formen und Architektur und setzte mich mit der Historie auseinander. Die Ausgestaltung von Kirchenfenstern, diese vielen unterschiedlichen Formen und schönen Farben. Mein Quell der Inspiration liegt eher in der Wahrnehmung und Wertschätzung dieser Zeugnisse, die dann in einem Transfer in meinem Schmuckdesign wiederzufinden ist. Darüber hinaus versuche ich bei meinen Entwürfen keinen Modetrends zu folgen, sondern etwas generationsübergreifendes zu kreieren. Dabei spielen traditionsreiche Herstellungs- und Verfahrenstechniken, wie zum Beispiel die Feuer-Emaillierung, eine gewichtige Rolle. Es geht es darum, alte, fast vergessene Handwerkstechniken zu revitalisieren!


 DER RING DES PAPST PAULUS II.

Gold, Bronze, Bergkristall | Mittelitalien, 1464 | Sammlung Musée National du Moyen Âge, Paris 


Wenn wir uns unabhängig, sowohl der großen monotheistischen, als auch den polytheistischen Religionen, überkategoriell greifend zuwenden … was darf und sollte religiöser Schmuck Ihrer Ansicht nach ausstrahlen und was sollte er nicht bewirken? Ziehen Sie bewusst Grenzen einer zuerteilten Funktionalität?

Nach meinem Verständnis sollte religiöser Schmuck nichts sein, womit sich das Individuum profiliert. Ebenso forciere ich keine Missionierung und grenze mich auch zum Bereich der Esoterik ab, wie zum Beispiel Zuschreibungen magischer Funktionen bei einem Talisman oder einem Amulett. Dies meine ich auch religions- und konfessionsübergreifend. Die Schmuckstücke an sich sind ja nicht die Kraft selbst …

Sie meinen … ich versuche ein adäquates Beispiel zu nennen: „Die Uhr zeigt die Zeit an, ohne selbst die Zeit zu sein“?

Exakt! Der Schmuck ist nur ein Verweis auf etwas, was jeder für sich selbst von innen heraus erkennen kann. Die Erkenntnis und den damit verbundenen Geist, das Schützende, das Heilende, das Führende, das Bekenntnis … ich halte es für wichtig, dass der Träger eines solchen Schmuckes den inneren Wert mit seiner Erfahrung durchlebt.

 Religiöse Symbolkraft im Schmuck - im Dialog mit Designerin Ursula Heinecke 

In Ihrer Kollektion sind zahlreiche Entwürfe, die aus dem Edelmetall Aurum, dem Gold gefertigt sind. Ist die Wahl traditionell begründet, ästhetischer Natur oder gibt es auch hier einen tieferen, religiösen Bezug? 

Wissen Sie wie Gold entsteht?

Vielleicht ähnlich wie ein Diamant durch terrestrische Vorgänge in den Erdschichten, dies über viele Millionen Jahre hinweg?

Anders! Das Goldvorkommen auf unserem Planten ist nicht auf dieser Erde enstanden. Sämtliches Gold ist durch Supernoven, in der eine Kernfusion stattgefunden hat, auf unsere Erde gelangt. Es ist genauer gesagt „außerirdisch“, nicht von dieser Welt. Es entspringt einem ganzheitlichen und kosmischem Schöpfungsakt. Darin sehe ich beispielsweise eine symbolische Verbindung zu meinem Glauben. Und bis das Gold in seiner endgültigen Form als strahlendes Schmuckstück an unseren Körper gelangt, durchläuft es einen langen Prozess. Die Wandlung der Materie durch eine Supernova, das Auffinden auf der Erde und die anschließende Bearbeitung durch einen Goldschmied. Ein Weg, den auch ein Gläubiger oder ein Suchender durchläuft … ein weiterer, religiöser Transfer.

Sie meinen: „Per aspera ad astra“? Aus dem Lateinischen ins Deutsche: „Über rauhe Pfade zu den Sternen“ … so sprach Seneca.

Fast, aber schon in diese Richtung. Seien es rauhe oder geführte Wege. Wege zur Erkenntnis, der Weg zum Glauben, der jeder Einzelne selbst beschreitet.

In der klassischen Kunstgeschichte – und dies ausgehend seit der Antike – hat man in Fresken und allem vorweg in vielen zahlreichen Altarbildern, die Heiligenscheine mit einem Goldgrund ausgeschmückt. Die Verwendung dieses „Fondo Oro“ hatte nicht nur den Zweck einen Bildgegenstand aufzuwerten, sondern häufig einfach den Grund, dass keine andere Farbgebung in der Malerei das Licht und gleichzeitig die Wärme ausstrahlt, die man mit der Allgegenwart und Aura Gottes in der Kulturgeschichte, von der byzantinischen bis zur barocken, interpretiert hat. Ein neutrales oder seidiges Weiß ist zwar Himmelshell, dennoch selten warm. Die Verwendung des Goldes hatte auch hier selbstverständlich die Funktion das Irdische vom Göttlichen abzugrenzen. Diese Tradition wollte man spätestens im Zuge der Reformation aufgehoben sehen. Die Verwendung des Aurum … im Kontext christlicher Symbolik … ist hier die Zuschreibung zum Katholizismus nicht greifend nah?

In meiner Kollektion ziehe ich an dieser Stelle keine Grenzen, ich verfolge auch keine Dogmen. Ob evangelisch oder katholisch, es ist ein christlich allgemeingültiger Schmuck. Die Konzentration liegt hierbei auf den wertvollen Materialien, dem aussergewöhnlichen Design, der besonderen Umsetzung der Goldschmiedekunst – und der daraus zu lesenden Verbindung zu meinem Glauben. Ich betrachte im Übrigen viele kulturelle Erscheinungen des Katholizismus als sehr eindringlich, da diese nach meinem Empfinden alle Sinne ansprechen. Das Gold ist seit vielen tausenden Jahren in allen Kulturen vertreten, da gibt es keine konfessionellen Einschränkungen. 


 BARTOLOMEO VIVARINI

„Maria mit dem Kind, dem heiligem Paulus und Hieronymus“ | Tempera und Gold auf Holztafel, Murano ca. 1460 | National Gallery, London. 


Ich füge hinzu, dass auch Hochkulturen wie die Inkas und Mayas Goldschmuck verwendeten. Für die einen diente er als Abgrenzung des Adels zu den Normalsterblichen, für die anderen war es ein normales Gebrauchsmetall ohne nennhaften Wert. Das änderte sich mit der Invasion der Europäer. Wussten Sie, dass bei den Azteken ein kultivierter Federschmuck ein sehr hohes Ansehen hatte? Seltene Federn hatten bei diesem indigenen Volk einen höheren Stellenwert als das Gold.

Wie sie zu recht erwähnt haben, wirkt das Gold auf dem ganzen Planet, seit dem ersten Auffinden, anziehend auf uns Menschen. Unabhängig einer Religionsform. Es ist ein besonderes, seltenes Element, mit der Ordnungszahl 79 im Periodensystem.


 DIE MASKE DES AGAMEMNON

Gold, Metall | ca. 14. Jahrhundert v. Chr. (umstritten) | Nationalmuseum, Athen 


Und in Ihrem Schmuck schließt das Aurum die Symbolik ein, es ist schützend und tragend, wie zum Beispiel bei diesem Ring. Wir erkennen einen Fisch, ein Symbol des Christentums. Ikonographisch steht er in erster Linie für die Fruchtbarkeit. Darüber hinaus diente das Symbol zu einem historischem Zeitpunkt als Erkennungsmerkmal der Christen. Es war die Zeit, als die Christen von den Römern unterdrückt und verfolgt wurden … 

Der eucharistische Fisch. Der ICHTHYS. Unter genauerer Betrachtung der Anfangsbuchstaben im Griechischem steht es für ein kurzes Glaubensbekenntnis:

 ἸΗΣΟ˜ΥΣ — Iēsoũs (neugr. Ιησούς Iisoús) Jesus

ΧΡΙΣΤῸΣ — Christós „Christus“ (der Gesalbte)

ΘΕΟ˜Υ — Theoũ (neugr. Θεού theoú) Gottes

ΥἹῸΣ — Hyiós (neugr. Υιός Iós) Sohn

ΣΩΤΉΡ — Sōtḗr (neugr. Σωτήρας Sotíras) Erlöser 

Ich resümiere: Jesus Christus, der Sohn Gottes, unser Erlöser …

Sie haben es erkannt. Und darüber hinaus gibt es noch einen weiteren Verweis aus dem Evangelium nach Lukas, der Petrus Mut und Zuversicht zuspricht keine Fische, sondern Menschen zu fangen. Fangen, im Sinne weitere Menschen für Christus zu begeistern und einen gemeinsamen Weg zu gehen.


„Jesus sagte zu Petrus: Fürchte dich nicht! Du wirst jetzt keine Fische mehr fangen, sondern Menschen für mich gewinnen.“

Lukas, EU (5,10) 


Somit schließt sich bei diesem Ring der innere und äußere Bedeutungskreis zu einem einheitlichem, stimmigem Konzept. Das Gold, der Fisch … 

Exakt! Wie bei den weiteren Enwürfen aus der Kollektion. Dabei spielen Farben und die damit verbundene Bedeutung, neben den weiteren Symbolen die „tragende“ Rolle.

 ICHTHYS RING

Gelb- und Weißgold, drehbare Mittelschiene, 3 Brillanten je 0,05 ct, Feines Weiß, lupenrein, Bekenntnis-Kollektion, Juwelier Heinecke, Hamburg


Könnten Sie sich vorstellen Ihr Design-Konzept auf weitere Religionen zu transferieren? Schmuck zu entwerfen, die mit den Symbolen des Islam, des Judentums oder des Buddhismus ausgestattet sind?

Nein, ein ganz klares Nein! Ich bin allen Religionen aufgeschlossen, dennoch um diesen Auftrag mit einer göttlichen Fügung zu entsprechen, das … das wird mir in meinem Leben nur im Christentum gelingen. Ich spreche hierbei bewusst vom „Gelingen“. Auftragsarbeiten anzunehmen, in diesem Kontext für andere Religionen, dafür bin ich dennoch jederzeit offen.

Bei einem Ring aus der ICHTHYS-Serie, den wir aus der Kollektion hier vor uns sehen, ist ein äußerer Ring drehbar. Hierbei kommt ein weiterer Faktor hinzu, die „Bewegung“.

Diese Möglichkeit den äußeren Ring durch ein Drehen bewegen zu können, bietet einen Weg an Gott zu erinnern oder ein Gebet zu sprechen. Das Bewegen führt die Gedankengänge, die durchschritten und in das Bewusstsein gerufen werden. Darüber hinaus glaube ich daran, dass das Drehen zusammen mit einem Gebet uns zu unseren tiefsten Schichten des Gottvertrauens führen kann. Welches Ritual der Träger mit dieser Funktion in Verbindung bringt, das ist jedem selbst überlassen. Es bietet eine Möglichkeit zur Einkehr nach innen, zur Meditation oder zur Entspannung.

In anderen Religionen finden wir diese Funktion in adäquater Form, beispielsweise in Gebetsketten, beim Islam oder in der christlich orthodoxen Konfession wieder. Im tibetischen Buddhismus ist es die Gebetsmühle, die zum Einklang zwischen Bewegung und Gebet verhilft. Im Hinduismus würde man mit Hilfe dieser Funktion des Ringes die Mantren in repetitiver Weise rezitieren.

Im Christentum gibt es darüber hinaus noch den Rosenkranz, mit ähnlicher Funktion. Einen religionsunabhängigen Charakter, weltanschaulich übergreifend, habe ich in einer weiteren Kollektion zum Ausdruck bringen wollen. Die PROTECTUM-Kollektion versinnbildlicht alles wertvolle unserer irdischen Schöpfung, die es zu bewahren und zu erhalten gilt. Eine Abkehr vom Raubbau unserer Ressourcen, die nicht unendlich sind. Ich möchte damit in universeller Ausdrucksweise an das Wertige unserer Natur erinnern, an ethisch korrektes Handeln und an ein respektvolles Miteinander. Die universelle Form dieser Kollektion ist in jeder Kultur wiederzufinden. Die Kugel wird hierbei in einem Schutzkörper als Anhänger an einer Kette getragen. Einfach und universell verständlich, ob in Indien, Alaska oder in Afrika.

Und das Ganze ohne einer Religion zugeschrieben zu sein. Das gespannte Kreuz, welches die Kugel umschließt, ist das einzige Zitat, welches dem Christentum zuzuschreiben wäre. Der Träger möge auch hier Offenheit zeigen. Es ist die selbige Offenheit, mit der auch ich anderen Kulturen und Religionen begegne.

 PROTECTUM

Die feueremaillierte Weltkugel lässt sich in jede Richtung drehen. Gefertigt aus recyceltem oder fair gehandeltem Gold. Durch einen Wechsel der Kugel lässt sich das Erscheinungsbild individuell gestalten und bietet somit unendliche Möglichkeiten.

Bekenntnis-Kollektion, Juwelier Heinecke, Hamburg


Ihre Kollektion umfasst gegenwärtig 25 Entwürfe und ist seit 2004 im Markt vertreten. Auf was darf man zukünftig gespannt sein, gibt es einen Ausblick?

Die Protectum-Kollektion wird eine Erweiterung erfahren. Ich möchte mit meinem christlichem Verständnis für das Wertvolle und Erhaltende einstehen. Dieses in Form von weiteren Designs, die in Ihrer einfachen Formensprache universell zu deuten und zu lesen sind. Authentisch und wertvoll. Diese beiden Begriffe sind mir dabei vom Herzen sehr wichtig. 

Frau Heinecke, ich bedanke mich für diesen anschaulichen und überaus spannenden Dialog. Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit Ihrer Botschaft viele weitere Menschen erreichen.